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>>B<< NEWS / Nr. 3

FEHLVERHALTEN GANLOSOS KOSTET ZWEI MENSCHENLEBEN
BÜRGER B-TOWNS IN ANGST UND SCHRECKEN

(Meike Viper)


B Town -  Am vergangenen Mittwoch fiel die Bundeswehr unter ohrenbetäubendem Lärm in der Stadt ein. Panzer und Bodentruppen durchwalzten die Stadt. Schüsse peitschten durch die Strassen, Detonationen, Kampfgebrüll... Verängstigte Bürger liefen in ihre Häuser, Fenster und Türen wurden verriegelt.



Die ernüchternde Bilanz der Aktion: Zwei tote Zivilisten und Sachschäden in Milliardenhöhe.
Leutnant Max Silversmith von der Paul Panzer Kaserne, der befehlshabende Offizier, erklärte gegenüber B-News, man habe am Nachmittag des Einsatztages den Befehl erhalten, bewaffnete Terroristen, die im Stadtgebiet ihr Unwesen treiben, notfalls unter Einsatz von Schusswaffen unschädlich zu machen. Gegen 21:30 Uhr sei die Aktion angelaufen. Befehlsgemäß habe man sich zunächst auf das Gelände rund um die Fabrik konzentriert. Als dort jedoch der Feind nicht angetroffen wurde, habe man den Aktionsradius ausgeweitet.

In der Nähe der Brücke sei es schließlich zu Kampfhandlungen gekommen, in deren Folge zwei bewaffnete Personen eliminiert worden seien. Das Verfahren zur Identitätsfeststellung laufe noch. Ein Befehl zum Abbruch der Aktion habe es nicht gegeben.

Nach den uns vorliegenden Informationen bestand zur Einsatzzeit jedoch keinerlei Notwendigkeit mehr, einen solchen durchzuführen. Bereits am Mittwoch Nachmittag breitete sich der Abzug dieser lebenbedrohlichen Terroristen wie ein Lauffeuer in der Stadt aus. Der Grund für den Abzug war, dass die Forderungen der Entführer erfüllt wurden. Die Bikes und das Geld entstammen privaten Spenden. Die Stadtkasse, ganz zu schweigen von Ganlosos Privatvermögen blieben unbelastet. Diese Gestalten waren, wie jeder weiß, so wahnsinnig, dass der Grund für normale Menschen ohnehin nicht nachvollziehbar gewesen wäre. Von diesem Abzug MUSS auch Ganloso gewusst haben.

Auf entsprechende Anfrage der Redaktion teilt Leutnant Silversmith mit, dass ein Abbruch gerade bei so heiklen Einsätzen selbstverständlich jederzeit möglich gewesen wäre. Die gesamte Aktion hätte innhalb eines Zeitrahmens von zehn Minuten abgebrochen werden können, wenn eine entsprechende Nachricht des "Auftraggebers" eingegangen wäre, so Silversmith weiter.

Was sagt uns das? Obwohl Ganloso wusste, dass die Gefahr bzgl. der Raiders nicht mehr bestand, bzw. zumindest hätte nochmals überprüft werden müssen, hat der verehrte Bürgermeister Ganloso es nicht für nötig gehalten, die neuen Tatsachen weiterzugeben. Schliesslich wollte er als Held dastehen, der die Terroristen durch den Einsatz der Bundeswehr besiegt habe.

Die Wahrheit ist: Zwei, zugegeben waffenbesitzende Unschuldige mussten sterben. Privatvermögen, dass zur Rettung der Stadtbewohner gespendet wurde, ist verloren. Strassen und Häuser haben erheblichen Schaden genommen.

Was genau es mit den privaten Spenden auf sich hat, lesen Sie im nächsten Artikel.


                   
                             
ENTFÜHRUNG DES BÜRGERMEISTERS
VERZWEIFELTES OPFER DER GESELLSCHAFT SETZT SICH ZUR WEHR

(Meike Viper) 
Milena rastet aus und entführt Ganloso.

B Redaktion - "Er soll mir das Geld oder die drei Bikes zurückgeben", schreit die verzweifelte Milena heraus: "... oder ich mach's nochmal, und dann bringe ich es zu Ende und lass ihn nicht wieder rennen...".

Das junge wütende Mädchen hatte kürzlich in einer Hals über Kopf Aktion den Bürgermeister Ganloso entführt. Für ca. fünf Stunden hatte sie Ganloso in ihrer Gewalt, bis die Entführung im Rahmen einer polizeilichen Befreiungsaktion ohne Blutvergießen beendet werden konnte. Die Entführerin konnte fliehen. Bis auf leichte Stichverletzungen an Gesicht und Bein kam Ganloso mit dem Schrecken davon.  

Am vergangenen Sonntagabend kam die Flüchtige dann in unsere Redaktion, um uns zu zwingen, ihre Forderung nach 30.000,- EUR oder drei Bikes zu drucken. Sollte Ganloso der Forderung nicht nachkommen, so die Entführerin, werde sie ihre Tat wiederholen und ihn diesmal nicht wieder laufen lassen.

Wir konnten die junge aufgebrachte Frau dazu bewegen, uns die Hintergründe ihrer Verzweifelung zu offenbaren:     

Milena, sie ist 21 Jahre alt,  hat es nicht anders gelernt, als ihre Vorstellung von Gerechtigkeit notfalls unter Gewaltanwendung einzufordern. Dies hat ihr bereits die letzten drei Jahre Knast eingebracht, jedoch geändert hat sich nichts. Wie soll ein System, in dem diejenigen, die das Recht mit Füßen treten, befugt sind, Recht zu sprechen, dem Gerechtigkeitssinn einer jungen wütenden Frau auch Rechnung tragen?

Milena wirkt nach außen stark. Eine junge zornige Frau, die gelernt hat, zu kämpfen. Sie vermittelt den Eindruck, Sicherheit in unsicheren Zeiten geben zu können. So wandten sich einige Menschen in ihrer Verzweifelung wegen der Bedrohung durch die Raiders an sie. Sie wollte helfen, und sie glaubte es auch zu können. Und so tat sie es. Sie war sich der Tatsache bewusst, dass sie gegen die skrupellose Brutalität der Raiders nichts ausrichten konnte. So entwendete Milena kurzerhand die von den Terroristen geforderten Bikes aus den Beständen ihres Vaters. Sie gab die Bikes weiter an den Bürgermeister, damit dieser dafür Sorge trage, dass die terroristische Bedrohung aufhöre.

Und tatsächlich, zunächst schien es so, als hätte sich ihre Mühe gelohnt. Die Bikes waren zwar weg, die Raiders aber auch. Die Menschen, denen sie Hilfe versprochen hatte, waren wieder sicher. Das wollte Milena doch, und genau das war eingetreten. Nun würde Ganloso, der als Bürgermeister ja für die Sicherheit der Stadt am Ende verantwortlich war, nur noch seine Schuld begleichen müssen, und alles wäre wieder in Ordnung. 

Doch genau das tat unser verehrter Herr Bürgermeister nicht. Schließlich stand er ja da wie ein schillernder Held. Die Bundeswehr war gekommen, und die Raiders sind Hals über Kopf vor Angst schlotternd geflohen; so wollte Ganloso, dass die Stadtbewohner die Situation bewerten. Ganloso als der Macher, der trotz gnadenlos unterbesetzter Polizei die Stadt durch das Herbeirufen der Bundeswehr gerettet hatte. Milena, die ihrem Vater erklären musste, wo die Bikes sind, die ihrem Vater 30.000,- EUR Schulden eingebracht hatte, was kümmerte sie ihn? Sie war nur ein unbedeutendes Mädchen.

Wer versteht nicht die unendliche Wut der jungen Frau? Wer versteht nicht den unendlichen Hass, der sie antrieb, Ganloso zu entführen? Sie übernahm die Pflichten des Bürgermeisters, mit der Folge, dass er als Held darsteht und sie selbst als die einzige Verliererin aus dem gesamten Spektakel hervorging. 

Unser Blatt distanziert sich deutlich von dem gewalttätigen Verhalten der jungen Frau. Fragt man uns aber, ob wir Verständnis für das Verhalten haben, so lautet die Antwort eindeutig "Ja". Die Unverfrohrenheit, mit der unser Bürgermeister seine Macht missbraucht und die Bevölkerung hintergeht, spottet jeder Beschreibung. 


   
       
BIKERCHEF O'CONNER ERKLÄRT BÜRGERMEISTER GANLOSO ZUM FEIND
(Meike Viper)   
          
              
B Bikerbar - "Er wird sich wünschen, mich nie getroffen zu haben...", erklärt der Chef der Bikerbar Brian O'Conner aufgebracht. "...er brachte mich und meine Familie in Gefahr, und meinte zu meiner Verlobten und meiner Tochter, sie sollen im Puff arbeiten. Das lasse ich nicht auf mir sitzen", so O'Conner weiter.

Und dann wird O'Conner sehr deutlich:
"Der Bürgermeister bewegt sich nun auf sehr dünnem Eis. Er wird bald spüren, was es heißt, sich mit mir anzulegen. Weil das, was er sagte, wird er bereuen. Ich will es öffentlich machen. Er soll aufpassen, wenn er alleine durch die Strassen geht. Denn in jeder dunklen Ecke könnte ich sein! Und ... ich kann für einen der schlimmste Alptraum sein."

Auf die Frage, ob O'Conner denn keine Angst vor der Polizei habe, antwortet er: "Nein, ich habe keine Angst vor den Bullen. Alles Flaschen dort, die knall' ich nieder, bevor die ihr Auto verlassen können."

In diesem Zusammenhang offenbart der Bikerchef O'Conner sein wahres Gesicht. Insgesamt nimmt das bisher durchweg positive Bild des Bikerchefs (siehe u.a. >>B<< NEWS Nr. 2) zunehmend Schaden. Zu offensichtlich erscheinen die Hinweise darauf, dass in der neuen Bikerbar eben nicht nur das romantische Bikerleben à la "Born To Be Wild" zelebriert wird, sondern eben auch jenes Bikerdasein, in welchem Prostitution, Geldwäsche, Drogenhandel etc. betrieben werden.

Die offene Drohung des Bikerchefs offenbart jedoch ein kriminelles Potential, das selbst einen Vergleich mit berüchtigten Bikerbanden wie Hells-Angels oder Banditos nicht zu fürchten braucht. Wenngleich natürlich festzustellen ist, dass lediglich die Androhung einer Straftat polizeilich sicher nicht so ins Gewicht fällt, wie die tatsächliche Ausübung.
Unterdessen ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Drogengeschäfte in der Bikerbar. Das abgedruckte Foto aus dem Hinterzimmer der Bar beweist entsprechende Verwicklungen. Gerichtsfeste Beweise liegen noch nicht vor. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an. 




>>B<< NEWS FORDERT PRESSEKONFERENZEN

(Meike Viper)


B Newsredaktion - "Einige Institutionen der Stadt scheinen die Presse leider immer noch als Gegner zu begreifen", beklagt sich die Chefredakteurin der >>B<< NEWS Meike Viper. "Es sollte sich inzwischen doch rumgesprochen haben, dass man 'schlechte Presse' durch die Einrichtung von Pressestellen und Pressesprechern vermeiden kann. Zumindest sollten Pressekonferenzen zum Standard gehören", so Viper weiter.

Eine Art von Pressearbeit findet lediglich bei der Polizei statt. Jedoch läuft diese auch mehr anonym und hinter vorgehaltener Hand. "Eine solche inoffizielle Zusammenarbeit, wie sie mit der Polizei stattfindet, ist für uns von sehr großer Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit der Polizeichefin Lucy Beerbaum ist vorbildlich. Jedoch versäumt es leider auch die Polizei, sich öffentlich darzustellen", so Viper.

Besonders verheerend ist eine nicht stattfindende Pressearbeit für die Stadtverwaltung, wobei hier insbesondere der Bürgermeister unter Zugzwang stünde. Aber auch eine so wichtige Institution wie das Krankenhaus lässt keinerlei Zusammenarbeit mit der Presse erkennen.  

"Umso weniger verständlich ist dieses Presseverhalten, wenn sich anschließend zum Beispiel der Bürgermeister beklagt, es habe zu wenig Akzeptanz von Seiten der Bevölkerung, oder wenn sich das Krankenhaus über geringen Patientenzuspruch wundert", so Viper.

Die >>B<< NEWS bieten aber nicht nur den städtischen Institutionen die Möglichkeit, Pressearbeit durchzuführen. Auch private Einrichtungen wie zum Beispiel Bikerbar, Friseur und Tankstelle haben die Möglichkeit, mit der Presse zusammenzuarbeiten. Vorbildlich funktioniert dieses zum Beispiel beim Biobauernhof. Von dort erfolgen regelmäßig Pressemitteilungen.

"Nun, es sollte allen klar sein, dass die Einrichtung von Pressekonferenzen nicht bedeutet, dass man von nun an immer eine 'gute Presse' hat. Aber zumindest kommen wir nicht umhin, öffentliche Pressemitteilungen im Wortlaut zu drucken", dämpft Viper die Erwartungen.




NEUES VOM BAUERNHOF
(Meike Viper)

                                                                                                                                             
B-Town Biobauernhof - Die Inhaberin der Biodauernhofes in B-Downtown Sanne verkündet freudige Nachricht: Heinrich und Emma, die zotteligen Wachtiere des Hofes und derzeit wohl noch einzigen Mitarbeiter, haben Nachwuchs bekommen. Ein entsprechendes Foto wurde von der stolzen Besitzerin der offenbar potenzstarken Tiere gleich mitgeliefert.
Die Redaktion gratuliert dem jungen Glück.
(Hinweis der Redaktion: Bild für die Homepage geändert wegen zu geringer Auflösung)

Gleichzeitig haben wir erfreut zu verkünden, dass der Hof offensichtlich expandiert und die Produkte, welche wir bereits in den >>B<< NEWS Nr. 2 ausführlich vorgestellt hatten, wohl sehr guten Absatz finden.

Demzufolge ist es wohl auch nicht weiter verwunderlich, dass nunmehr ein Graphiker gesucht wird, der Banderolen und Logos für die Produktreihe entwirft und herstellt.     

Bewerbungen bitte unter Chiffre: sanne4


                                                                               
                                                                                                                                                                                                      IN EIGENER SACHE
(Meike Viper)

                                                                                   
Unsere Zeitung expandiert ebenfalls. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass das Verbrechen und die Korruption in der Stadt ebenfalls expandieren.

Wir suchen deshalb dringend Verstärkung unseres Teams. Junge Nachwuchsreporter erhalten bei uns ebenso eine Chance, wie altgediente Haudegen.

Sollten Sie sich in der Lage oder dazu ausersehen fühlen, Ihr SLeben den Nachrichten widmen zu wollen, bewerben Sie sich. Bei uns benötigen Sie keine Endlosformulare. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein persönliches Gespräch.

Kontakt:
IM oder NC an Meike Viper.

>>B<< NEWS / Extrablatt


SCHWERES GEFECHT IM CLUB
RAIDERS ERKLÄREN POLIZEI UND B-TOWN DEN KRIEG!

(Skye Robertson)

B Uptown - Mehrere Verletzte, viele Traumatisierte und eine dreiste Entführung - das ist die traurige Bilanz des Montag Abends, der im neu eröffneten Club der Stadt (ehemaliges Cotton Club Gebäude) lediglich ein paar feierwütige Alkoholleichen hätte fordern sollen.

Am späten Abend rollten knatternd die schweren Motorräder der bewaffneten Fabrikgang an die Eingangstüre. Allein schon das Motorengeheul sorgte für ängstliche Blicke und sorgenvolles Raunen unter den Gästen. Nachdem die drei den Club betreten hatten, begann auch schon das ungebührliche Verhalten: sie bedienten sich wahllos an der Theke, befummelten die Gäste, und spotteten mit einer Wortwahl, die unter jegliche Zensur fällt. Sie verhielten sich in jeder Hinsicht provokant und bedrohend, so dass sich Chief Beerbaum angesichts der Tatsache, dass ihre Kollegen wohl schon zuhause den Rausch ausschliefen, oder erst gar nicht zum Dienst erschienen waren, gezwungen sah, sich eine eindrucksvolle Finte einfallen zu lassen, um den unerwünschten Bürgerschreck aus dem Club zu locken, und die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Ein mutiges Ansinnen des gerade neu eingesetzten Chiefs, welches jedoch ihr trauriges Schicksal besiegeln sollte.

Wenige Minuten später standen drei Bikes in Brand. Ohne zu zögern, eröffneten die drei - über deren Identität wohl immer noch drei große Fragezeichen stehen - in Guerillamanier das Feuer auf alle Anwesenden. Weder Polizei noch unschuldige Bürger blieben vor den Rachegelüsten dieser selbsternannten Stadtguerillas verschont. In dem folgenden Chaos aus Schiesserei und Rauchwolken hätte es wohl mehr Tote gegeben, wenn sich unsere neue Polizeichefin nicht märtyrerhaft für die Bürger eingesetzt hätte, um diesem Schrecken ein Ende zu bereiten. Doch diese Heldentat musste sie teuer bezahlen (siehe Folgeartikel). Beerbaum wurde von den Gesetzlosen entführt, nicht ohne dass noch eine Forderung gestellt wurde: drei Bikes, fünf Kanister Benzin sowie Alkohol. Sollten diese Gegenstände nicht bis zum Folgeabend geliefert sei, höhnte der Anführer der brutalen Aufrührer, würde er sich für jede verstrichene Stunde an Beerbaum vergehen!

Unglaublich, dass während dieses bestialischen Angriffs wieder einmal zu wenige Polizisten im Einsatz waren. Immer noch scheint kein Geld in der Stadtkasse für weitere Planstellen vorhanden zu sein. Und on top stellte sich am nächsten Tag heraus, dass der Bürgermeister während des terroristischen Anschlags mit seiner Pornoproduktion beschäftigt gewesen sein solle. Dass das Feuergefecht überhört worden sein könnte, ist zweifellos anfechtbar!

Unserer Reporterin Viper gelang es inmitten des Gefechts, einige Schnappschüsse zu ergattern. Die Bilder sprechen für sich!







EINE STADT IM AUSNAHMEZUSTAND
BÜRGERKRIEGSÄHNLICHE ZUSTÄNDE, ÜBERFORDERTE STADTVERWALTUNG
TERRORISTEN GREIFEN NACH DER MACHT UND HEBEN ÖFFENTLICHE ORDNUNG AUS DEN ANGELN

(Meike Viper)

B Town - Die Entführung des Chiefs der örtlichen Polizei war nur der Anfang. Die öffentliche Ordnung der Stadt gerät aus den Fugen und die Stadtverwaltung schaut hilflos zu.

Es sind gerade einmal drei Terroristen, die sich in der Fabrik breit gemacht haben und jeglichen kulturellen Errungenschaften menschlichen Zusammenlebens der letzten 50 Jahre spotten. Sie scheinen gegen jede Art von Ordnung absolut resistent zu sein. Die Terroristen schießen wahllos auf Menschen, scheinbar nur, weil ihnen gerade danach ist. Und das Schlimmste daran: Sie scheinen nichts auf das eigene Leben zu geben und jederzeit bereit zu sein, für ihre Sache zu sterben. Außer Anarchie und Chaos sind aber keine anderen Motive als Leitziele zu erkennen.

Was will man diesen Terroristen entgegenstellen? - Während sich vor allem die weibliche Bevölkerung B-Towns flehend an den Bürgermeister wandte, endlich etwas gegen die anhaltende Terrorisierung und die Entführung zu unternehmen, hüllte sich dieser in Schweigen und ließ die entsetzten Frauen nur wenige hundert Meter vor dem Fabriktor ahnungslos zurück. Wohl teilte er noch mit, dass er jetzt "mit denen rede, weil das gehe so ja nicht, wir seien ja nicht im Wilden Westen", jedoch verschwand der Bürgermeister plötzlich spurlos von der Oberfläche. In ihrer Not und Verzweiflung rotteten sich die Bürgerinnen zusammen und nahmen das Zepter selbst in die Hand. Erst recht, nachdem sie von weitem erkennen konnten, wie die höchste Exekutive der Stadt - nicht nur eine Führungspersönlichkeit, sondern auch eine enge Vertraute und vielgeschätzte Freundin einiger Bürger - in schamloser Manier öffentlich verspottet und gedemütigt wurde.

Wir sind uns der Brianz des nun folgenden Fotos bewusst, aber wir halten es in dieser Ausnahmesituation für unsere journalistische Pflicht, die Bürger über dieses Verbrechen im wahrsten Sinne des Wortes "ins Bild zu setzen". Denn wenn diesen Terroristen weiterhin freie Hand gelassen wird, könnte jeder Bürger das nächste Opfer sein, das eine solche oder vergleichbare Tortur und Pein erwartet!

Die Einzelheiten:
Nachdem die Terroristen den Chief der Polizei, die Beamtin Lucy Beerbaum, am vergangenen Montag entführt hatten, erfolgte ein Anruf in unserer Redaktion. Die Chefredakteurin Meike Viper wurde genötigt, am darauffolgenden Tag am Tor der Fabrik zu warten, um weitere Instruktionen der Enführer entgegenzunehmen.

Nach endloser Zeit des Wartens gebot man unserer Redakteurin, einzutreten. Sogleich wurden wir aufgefordert, ein Foto von der Entführten nebst dem Drahtzieher der Terroristen zu machen. Man diktierte unserer Redakteurin, einen vorgefertigten Text im Rahmen einer Extraausgabe zu veröffentlichen. Darüber hinaus wurde unsere Chefredakteurin in empörender Weise mit folgenden Forderungen zu erpressen versucht:

● Die Zusicherung, dass zukünftig ausschliesslich vorgefertigte Texte der Entführer veröffentlicht würden.

● Das Versprechen, dass wir jederzeit für die Terroristen verfügbar seien. Dies sowohl zur Befriedigung persönlicher sexueller Gelüste, als auch zur Veröffentlichung zensierter Texte.

Einer solchen Verhöhnung der journalistischen Meinungs- und Pressefreiheit werden wir uns jedoch nicht unterwerfen! Daher entziehen wir uns im Rahmen unserer Berufsehre und -pflicht diesem versuchten Diktat und gehen in den Untergrund. Unsere Redaktion wird auf unbestimmte Zeit nicht mehr persönlich zu erreichen sein. Die Redaktionshotline bleibt jedoch aufrechterhalten, um die Berichterstattung zu gewährleisten.

In persönlicher Sache rufen wir stattdessen die Bürger B-Towns auf, weiterhin zusammen zu halten, sich aktiv am Widerstand zu beteiligen und sich gegen diese Tyrannei zu erheben. Denn die Faktenlage ist klar: Die öffentliche Ordnung existiert nicht mehr, und ein Bürgerkrieg ist vorprogrammiert. Trotz all ihrer glänzenden Leistungen kann Chief Beerbaum diesen skrupellosen Mördern und Vergewaltigern mit einigen wenigen Polizisten und Anwärtern nicht allein entgegen treten. Bürgermeister Ganloso ist ebenso machtlos. Er wähnt sich immer noch in seiner Unantastbarkeit und bezichtigte tatsächlich die spontan ins Leben gerufene Bürgerbewegung - die sich ein Herz gefasst und den Austausch der Polizeichefin unter widrigen Umständen überhaupt erst möglich gemacht hatte, bevor die Situation weiter eskalieren konnte - der Unruhestiftung und des Hochverrats.

Liebe Bürger B-Towns: Leib und Leben unserer Reporter wird bedroht! Dennoch werden wir nicht ruhen und die Macht des Wortes zum Wohle der Stadt und zur Unterstützung der Bürger einsetzen. Wir werden kämpfen, und wenn es das letzte ist, was wir tun! Denn wir werden nicht zulassen, dass gerade mal eine Hand voll Extremisten den Aufrechten dieser Stadt eine Welt hinterlassen könnte, die von Tyrannei und Ungewissheit geplagt wird. Wir sehen uns verpflichtet, alles Menschenmögliche dafür zu tun, dass auch junge Nachwuchstalente nach unserer Zeit in einer Welt leben können, in der Presse- und Meinungsfreiheit weiterhin das höchste Gut unserer Arbeit ist und bleibt! Jeder Bürger, der ein ebenso hehres Ziel für seine und die Zukunft nachfolgender Generationen verfolgt, möge zu seinen "Waffen" greifen und der beginnenden Apokalypse trotzen!

>>B<< NEWS / Nr. 2



ANARCHIE BEHERRSCHT DAS STRASSENBILD IN B-TOWN:
STAATLICHE BEHÖRDEN SEHEN IMMER NOCH KEINEN HANDLUNGSBEDARF

(Skye Robertson)

B Town - Immer wieder kommt es zu Angriffen auf unschuldige Bürger und zu Überfällen auf das Diner (wir berichteten). Es fehlt an Polizeipräsenz auf den Straßen, und wenn doch einmal die Polizei rechtzeitig an einem Tatort eintrifft, werden keine polizeilichen Maßnahmen ergriffen. Schon jetzt häufen sich die Beschwerden der Betroffenen, dass insbesondere die Polizeichefin de Fuego ein viel zu lockeres Regiment führe und polizeiliche Maßnahmen nicht durchsetze. Skandalöserweise sei das Unkenrufen zufolge darauf zurück zu führen, dass de Fuego ein Alkohol- oder Drogenmissbrauchsproblem habe. Als ob das nicht genug wäre, kursieren Behauptungen, dass die Stellenvergabe bei der örtlichen Polizei nur eine Frage von Vitamin B und Vetternwirtschaft sei. Inwiefern es dabei möglicherweise verwandtschaftliche Verbindungen zum Bikerboss gibt, konnte bisher nicht geklärt werden. Fakt ist: der Redaktion höchstpersönlich hat sich eine Polizeianwärterin namens "O'Conner" vorgestellt, die zudem die Polizeichefin mit "Mutti" ansprach, und Fakt ist auch, dass der Polizeichefin der Begriff "Faustfeuerwaffen" offensichtlich nicht geläufig ist. Die Führungskraft und berufliche Kompetenz der Polizeichefin erscheint in einem äußerst fragwürdigen Licht!

Weitere Brennpunkte halten die Stadt ebenfalls in Atem. Das ehemalige Fabrikgelände wurde offensichtlich von einer Bande Gesetzloser besetzt, die sich dort verschanzt habe und immer wieder in der Stadt auftauche, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Erst vor wenigen Tagen machte eine blonde Irre, die diesen Vogelfreien zuzuordnen ist, die Straßen unsicher und konnte sich ungehindert einen Weg bis zum Zeitungsständer beim Diner freischießen. Auf ihrem Rückweg zum Fabrikgelände verübte sie auf den Bürgermeister (wohlgemerkt!) einen bewaffneten Raubüberfall, der in einer Schussverletzung Ganlosos am Oberschenkel mündete. Eine weitere Person, die zufällig vorbei kam, erlitt einen schweren Schock, als eine der beiden Schusswaffen auf sie gerichtet wurde.

Die Redaktion versuchte nach diesem jüngsten Vorfall, den Bürgermeister zu den anarchistischen Zuständen in B-Town zu einer Stellungnahme zu bewegen. Ganlonso wiegelte die Vorwürfe über eine schlechte Polizeiarbeit jedoch mit der lapidaren Begründung ab, dass zu wenig Geld in der Stadtkasse vorhanden sei, um weitere Polizeibeamte anstellen zu können. Stattdessen verwies er darauf, dass er deshalb ab sofort immer "Susi" bei sich habe. Dabei handelt es sich übrigens nicht um eine seiner möglichen Pornodarstellerinnen, sondern um eine Schusswaffe! Der Redaktion gelang ein Foto, als er mit seinem Schießeisen gerade in der Luft herumfuchtelte:



Brave Steuerzahler äußern sich bestürzt über die allgemein bedrohlichen Zustände in B-Town. Hinter vorgehaltener Hand werden unliebsame Fragen gestellt. Wandern die Steuergelder statt in den Aufbau der Exekutive in die Produktion und den Vertrieb der Pornoproduktion des Bürgermeisters? Müssen sich die unbescholtenen Einwohner der Stadt zukünftig selbst um ihre Sicherheit kümmern und gar eine Bürgerwehr gründen?




COTTON CLUB GEHT AUF TAUCHSTATION
(Meike Viper)

Sensationelle Festnahme im Cotton Club.
B ehem. Cotton Club - Arkon, Mitinhaber der Cotton Clubs, ist am vergangenen Donnerstagabend wegen des Verdachts auf Drogenbesitz und -vertrieb von der Polizei festgenommen worden. Laut Polizeiangaben fand man im Keller des Etablissements große Mengen einer Substanz, die wie Kokain aussah und wohl auch geschmacklich der Droge entsprach. Der Festgenommene bestritt dies vehement und erklärte den Fund mit dem Konzept des Cotten Clubs. Man habe den Gästen die perfekte Illusion bieten wollen. Dazu gehöre nach Auffassung der Inhaber auch die verruchte Atmosphäre eines Drogenumschlagplatzes.

Den Umstand, dass es sich bei der Substanz nicht wie angegeben um Puderzucker, sondern um echtes Kokain handelte, könne man, so Arkon, nur mit Sabotage und dem Versuch der Manipulation erklären.  

Unser Foto zeigt den Festgenommenen kurz vor seinem Abtransport hinten rechts im Polizeiwagen.
Der Inhaftierte wurde erst nach stundenlangen Verhören und gegen die Zahlung einer hohen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. Wer letztendlich die Kaution gestellt hatte, bleibt im Dunkeln. Überbracht wurde das Geld jedenfalls von einer zwielichtigen Person, die sich zunächst als Pflichtverteidiger, später jedoch als verdeckt arbeitender Agent ausgab. Die genauen Hintergründe bleiben, wie auch der Verbleib des mutmasslichen Drogenbarons, ungeklärt.

Fakt ist aber, dass das Etablissement noch am selben Abend geschlossen wurde. Die Inhaber sind flüchtig.

Originalton des Polizeisergeants Lucy Beerbaum: "Wo kommen wir hin, wenn unsere Kinder schließlich wegen falsch verstandener unternehmerischer Freiheit in der Gosse oder im Bahnhofsklo aufgefunden werden? Mit perfekter Illusion hat das dann reichlich wenig zu tun."

Dem ist nichts hinzuzufügen.




EIN BIOBAUERNHOF TROTZT DEN SCHLECHTEN UMWELTBEDINGUNGEN:
VERTUSCHEN BÜRGERMEISTER UND UMWELTBEHÖRDE EINE VERSEUCHUNG?
(Skye Robertson)

B Downtown - Unweit von qualmenden Fabrikschloten, einer lärmenden Ölbohrungsanlage und einer gut besuchten Tankstelle versucht Sanne, Besitzerin einer ehemaligen Farm, einen Biobauernhof nach bestem Wissen und Gewissen zu führen. Unglaublich, aber wahr: inmitten dieser stark belasteten Nachbarschaft kämpft diese wohl letzte Umweltaktivistin B-Towns mit viel Elan und Arbeitskraft für einen ökologischen Anbau und die naturbewusste Herstellung diverser Grundnahrungsmittel. Um dem schwierigen Klima in diesen Breitengraden gerecht zu werden, setzt sie auf genügsame und robuste Reis- und Getreidesorten. Das größte Problem sei die Wasserversorgung, weshalb Sanne inzwischen mithilfe einer durch Windkraft angetriebene Pumpe die künstliche Bewässerung ihrer Felder sicher stellt. Für das Nutzvieh muss sie jedoch weiterhin Eimer um Eimer Wasser vom Brunnen heranschleppen.

Neben dem Anbau von Reis und Getreide - letzteres wird zu Mehl verarbeitet sowie teilweise als Tierfutter eingesetzt - kann Sanne eine Reihe von weiteren Rohstoffen zu einer vielseitigen Produktpalette verarbeiten. Aus Milch wird Käse, aus Honig Met, aus Wachs Kerzen, aus Mehl selbstgebackenes Brot, zusammen mit Eiern Kuchen; darüberhinaus schlachtet sie selbst und kann neben Hühner- und Rindfleisch auch frischen Fisch anbieten. Selbst gezogene Kräuter runden die Produkte geschmacklich ab. Und selbst für die Säuberung der Anlagen zeigt sich Sanne offensichtlich umweltbewusst und äusserst kreativ: mit einem Teil des Getreides als Rohstoff stellt sie ein antibakterielles und fettlösendes, 60%-alkoholhaltiges Reinigungsmittel her - biologisch abbaubar!

Zum Schutz ihres Biobauernhofs braucht Sanne keinen Wachhund. Das übernimmt einer ihrer wichtigsten Mitarbeiter: Heinrich. Heinrich ist ein Bulle (Anmerkung der Redaktion: hier ist die Bezeichnung für ein männliches Rindvieh gemeint ((....hört auf zu lachen, Mädels!)), nicht eine Berufsbezeichnung!) und braucht lediglich acht Sekunden von seiner Weide bis zum Haupttor. Sanne versichert, dass er "ein ganz lieber" sei, aber ohne ihre Anwesenheit kann sie offensichtlich nicht für das Temperament dieses zotteligen Ungeheuers garantieren. Heinrich und seine "Frau" Emma bezeichnet Sanne als ihre "wichtigsten Mitarbeiter". Bis Redaktionsschluss konnte jedoch nicht erörtert werden, ob Tiere, die als Mitarbeiter bezeichnet werden, bei den örtlichen Behörden angemeldet werden müssen, um Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen.

Ungeachtet des unermüdlichen Engagements dieser umweltbewussten Biobauernhofbesitzerin säen sich jedoch leise Zweifel über die Garantie von unbelasteten Produkten ein. Nur wenige Meter von der Weide entfernt türmt sich ein Schrotthaufen mit alten Ölfässern (siehe Foto).

Auch die bereits erwähnte Fabrik hat sicherlich in einem weiten Umkreis bereits Boden und Luft schwer beeinträchtigt, ganz zu schweigen von der Grundwasserbelastung. Pikantes Detail: Dem Bürgermeister sei es eine regelrechte Herzensangelegenheit gewesen, das Grundstück als landwirtschaftliche Nutzungsfläche zu verpachten. Wie wir bereits berichteten, rückt Ganloso bisher keine aussagekräftigen Messdaten über die Umweltbelastung B-Towns heraus. Der Bürgermeister hat also wahrscheinlich einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Umweltbehörde. Anders lässt sich nicht erklären, wie es möglich ist, ausgerechnet an einer solchen Stelle einen Biobauernhof genehmigt zu bekommen. Die Vermutung liegt nahe, dass hier versucht wurde, ein verseuchtes Grundstück einer gutgläubigen Naturfreundin schamlos unterzujubeln, und daraus auch noch Profit zu schlagen. Es bleibt zu hoffen, dass die Redaktion in den nächsten Meldungen nicht über das erste Vergiftungsopfer berichten muss!




BIKERCHEF MIT HERZ UND VERSTAND
(Meike Viper)

B Diner - "... als er plötzlich aufstand, vor mir niederkniete und mir sein Herz vor die Füße legt..." sagte Leena Banx und schaute ihren Verlobten, den Inhaber der Bikerbar und Tankstellenbesitzer in B Downtown, verliebt an. Beide saßen unserer Redakteurin Meike Viper im Diner gegenüber, nachdem Leena vorher in der Redaktion angerufen hatte. Man wollte nun die Verlobung offiziell in der Zeitung bekanntgeben. Immer wieder schauten die beiden sich verliebt an, als sie von seinem Antrag im Diner berichteten.
"Wir waren hier im Diner an dem Tisch hinter uns, als ich ihr meine Töchter vorstellte und nun ja, ich konnte nicht anders als sie fragen, ob sie meine Frau werden möchte. Denn da spürte ich richtig, dass es die Frau fürs Leben sein muss, denn sie akzeptierte meine Töchter. Und da kniete ich mich vor sie und meinte zu ihr 'Leena, wir haben schon so viel durchlebt, und nie haben wir aufgehört, uns zu lieben. Darum frage ich dich hier vor all den Zeugen: Willst du Leena meine Frau werden?'", berichtete der Bräutigam in Spe Brian O'Conner überschwenglich und glücklich. 

Mit leutenden Augen berichteten sie weiter, wie man sich vor ewigen Zeiten kennengelernt hatte, aus den Augen verlor, um sich dann vor kurzem wieder zu treffen und festzustellen, dass die Liebe nicht erloschen war.

Einen Hochzeitstermin gebe es zwar noch nicht, aber man sei sich sicher, dass man schon bald in den heiligen Bund der Ehe eintreten werde. 

Die Redaktion wünscht dem jungen Paar alles Glück der Welt und wir bedanken uns, dass uns die Gelegenheit gegeben wurde, auch mal über positive, glückliche Umstände berichten zu dürfen. Auch wenn Bikergangs in der Regel nicht unbedingt dafür bekannt sind, Garanten für die Massenproduktion positiver Nachrichten zu sein, besteht hier offenbar die berechtigte Hoffnung, dass eine Gang entsteht, die ihr Seelenheil nicht in der Verbreitung von Angst und Schrecken sucht.   




IMPRESSIONEN EINER GOTTVERLASSENEN STADT, TEIL 1
(Meike Viper)

Aus einer Stadt mit einem solchen Gotteshaus, ist der Bewohner längst geflohen. Wir sind also auf uns allein gestellt.

Kommst du damit nicht klar, landest du hier. Und das kann keine Option sein, oder?

Was ist mit dem Hotel geschehen? Über die Sicherheit der Unfallstelle wurde uns seitens des Bauamtes keine Auskunft gegeben. Entsprechende Anfragen wurden bisher ignoriert.

Jedem Bewohner der Stadt ist laut Verordnung des Bürgermeisters nur ein Fahrzeug gestattet. Bei der Möglichkeit zur sicheren Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, kein Problem. Die Realität sieht leider ganz anders aus.  
Ein direkter Zugang in die Kanalisation ist gleich mit im Paket "Entführung und Verschleppung leicht gemacht" enthalten. Auch dem Problem Entsorgung der Leiche ist die Stadtverwaltung so beigekommen.   
Sie sehen also, die Stadtverwaltung gibt sich wirklich alle Mühe, es Vergewaltigern, Mördern und sonstigem Gesidel in der Stadt wohnlich zu gestalten.

Lesen Sie mehr über unser kuscheliges verträumtes Nest in der nächsten Ausgabe der >>B<< News.   




IN EIGENER SACHE
(Meike Viper)

B Newsredaktion - Mit Skye Robertson hat unsere Redaktion Zuwachs bekommen. Eine Vollblutreporterin, die einen gewissen Hang zur Yellowpress nicht verleugnen kann und will.

Unsere Redaktionsleiterin Meike Viper über Skye Robertson: "Wir sind zusammen bei der letzten Zeitung, für die wir gearbeitet haben, durch Dick und Dünn gegangen. Ich bin superglücklich, sie nun durch Zufall in der Stadt wiedergetroffen zu haben. Skye ist ein absoluter Glücksgriff für die Redaktion."




  
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Kontakt
Tel.: IM Meike Viper
Email: NC Meike Viper




Ein bisschen >>B<< schadet nie.  

>>B<< NEWS / Nr. 1


GEMEINER MORDANSCHLAG AUF BÜRGERMEISTER GANLOSO

B Uptown - In der Nacht zum Sonntag wurde offenbar ein Anschlag auf den Bürgermeister Marlon Ganloso verübt. Zeugen berichten, dass er sein Motorad habe starten wollen. Mit dem Anlassen habe es plötzlich einen lauten Knall und einen Feuerblitz gegeben. Die Maschine explodierte und zerbarst in tausend Teile. 

Das Foto von Tatort zeigt die verstreuten Trümmer des Gefährts:
Wie durch ein Wunder trug Bürgermeister Ganloso keine äusseren Verletzungen davon. Es bestehen allerdings deutliche Anzeichen für einen schweren Schock und ein seelisch unzureichend verarbeitetes Trauma.

Noch in der Nacht nahm die Polizei, allen voran die Jungpolizistin Beerbaum, die Ermittlungen auf. Es deute zwar zunächst alles auf einen Anschlag hin, so Beerbaum, jedoch habe es in der Vergangenheit ähnliche Fälle gegeben, die duch einen Herstellerfehler im Katalysator verursacht worden seien. Die Polizei ermittle jedenfalls in alle Richtungen.   

Der noch unter Schock stehende Bürgermeister äusserte kurz nach dem Geschehen spontan den Verdacht, dass es sich bei dem Täter möglicherweise um einen Mr. Big handele. Im Vorfeld der Ereignisse sei man wohl aneinander geraten. Diese unbedachte Äusserung kann aber auch der akuten Schocksituation zuzuschreiben sein. Konkrete Hinweise lägen laut Polizeiangaben noch nicht vor.

In solchen Fällen, so Beerbaum, konzentrieren sich Ermittlungen zunächst auf das familiäre Umfeld des Opfers. Beim allergrössten Teil solcher oder ähnlicher Verbrechen finde sich der Täter direkt im engsten Familienkreis des Opfers. In diesem Zusammenhang weist Beerbaum daraufhin, dass Ganlosos Ehegattin Ayla schliesslich zum Tatgeschehen direkt vor Ort gewesen sei. Das Motiv sei möglicherweise in familiären Streitigkeiten zu suchen. Dies schliesse man zunächst aus einer gewissen Schadenfreude, die man bei Ayla glaubt entdeckt zu haben. Ein konkreter Verdachtsmoment sei aus diesen Anfangshinweisen zwar noch nicht zu konstruieren, jedoch seien dies Indizien, denen nachzugehen sein wird.

Die Redaktion bleibt jedenfalls dran.




OMINÖSER MR. BIG WIRFT SEINE SCHATTEN VORAUS


B Downtown - Es hat ihn zwar noch kaum jemand zu Gesicht bekommen, aber nicht zuletzt wegen der spontan durch Ganloso geäusserten Verdächtigungen anlässlich des Anschlags vom vergangenen Samstag ist Mr. Big bereits jetzt in aller Munde.

Im Gegensatz zu Ihrem Chef macht sich seine Chefsekretärin Frau Sophie Reiter nicht so rar. Offenbar ist sie beauftragt worden, die Formalitäten für die Geschäftseröffnung, wie z.B. Anmietung der Halle und Überwachung des Baues eines Bürokomplexes der Firma, zu regeln. Dies ist insofern erwähnenswert, als dass Frau Reiter erst seit einigen Wochen bei Mr. Big arbeite und offenbar schon jetzt mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet zu sein scheint.  

Noch handelt es sich um eine unscheinbare Fabrikhalle.

Neben Frau Reiter und Mr. Big ist noch eine Dame namens Carmen mit von der Partie. Carmen sei, so Frau Reiter, eine ausführende Kraft und Waffenliebhaberin. So erklärte Frau Reiter jedenfalls den Umstand, dass sich diese Dame bereits mehrfach über das in der Stadt geltende Waffenverbot hinweg gesetzt habe. Ob und inwieweit diese Eigenschaft allerdings mit dem besonderen Talent dieser Carmen zusammenhängt, Ein- und Verkaufsgeschäfte für die Firma zu tätigen, ist noch nicht bekannt. 

Kerngeschäft der Firma von Mr. Big, so die reizende Frau Reiter, sei der In- und Export bestimmter, nicht näher bezeichneter Waren. Sie berichtet von der herausragenden Fähigkeit des Mr. Big, günstig Waren einzukaufen und gewinnbringend weiter zu veräussern.                




SZENEN WIE IM WILDEN WESTEN

B Diner - Das Diner erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dies ist sicher nicht zuletzt auf die aufopfernde Arbeit der Besitzerin Shadow zurückzuführen.


Als Shadow am vergangenen Sonntagabend nicht anwesend war, trugen sich allerdings unerhörte Dinge zu. Eine Gruppe offensichtlich Neureicher fiel ins Diner ein und plünderte die Bestände an Getränken. Als man die Tat am folgenden Tag gerade bei der Polizei zur Anzeige bringen wollte, erschien die Gruppe erneut im Diner, offenbar mit dem festen Willen, die Aktionen vom Vorabend zu wiederholen. Als die Gruppe daraufhin von Shadow zur Rede gestellt wurde, fühlten sie sich offenbar auch noch im Recht. Zum Einen sei man von Selbstbedienung ausgegangen, zum Anderen habe man Geldscheine, deren Wert, den Betrag der entwendeten Genussmittel bei Weitem übersteige, in die Schublade geschmissen. Letzteres konnte die Inhaberin Shadow nicht bestätigen. Sie habe in den Schubladen kein Geld gefunden, im Übrigen handele es sich um ein Verhalten, was selbst bei erfolgter Zahlung nicht zu tolerieren sei.

Polizeichief Joiselin war während der Zurredestellung zwar zugegen, allerdings schien es der Dame aufgrund von Trunkenheit nicht mehr möglich, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Entschuldigt wurde dies mit dem Hinweis, dass man ja nicht mehr im Dienst sei und sich dann halt habe volllaufen lassen.

Ob dieses Verhalten einem hohen Polizeibeamten zugestanden werden kann soll oder nicht, mag ein jeder für sich beurteilen. Ärgerlich ist jedoch, dass so eine Chance vertan wurde, den Neureichen zu zeigen, dass auch sie sich an Gesetz und Ordnung zu halten haben.         




KLIMAWENDE? IN B KEIN THEMA


B Town - Während man andernorts zunehmend auf erneuerbare Energien setzt, hat sich diese Erkenntnis in unserer Stadt noch nicht herumgesprochen.

Eine Wolke aus Dreck und beißendem Gestank wälzt sich Tag für Tag durch die Straßen der Stadt. Während sich die Auswirkungen in Downtown, dem Standort des Kaftwerks wegen des Fallouts noch in Grenzen halten, gestalten sie sich in der höher gelegenen Kernstadt zum Teil durchaus dramatisch.
Ein Antrag auf Offenlegung der Messwerte seitens der Redaktion blieb bislang unbeantwortet. Eine direkte Anfrage bei Bürgermeister Ganloso entlockte ihm bislang lediglich die lapidare Äusserung, dass die Messwerte in Ordnung seien. Ein persönliches Versprechen auf Zusendung der Messwerte, blieb bislang uneingelöst.

Wir kämpfen für Sie!
Sollte sich in nächster Zukunft weiterhin in Intransparenz geübt werden, erwägen wir seitens der Redaktion eigene, unabhängige Messungen durchführen zu lassen.




GANLOSO VOLLTRUNKEN IM DINER

B Diner - Politiker haben es nicht ganz leicht. Schwere, nicht selten auch unpopuläre Entscheidungen sind zu treffen, und nicht selten bestimmen sie so über das Schicksal vieler Menschen. Bei allem was sie tun und lassen, müssen sie im Hinterkopf immer ihre Wiederwahl mit sich herumtragen.       
Vor diesem Hintergrund kommt es sehr selten vor, dass man einen Politiker in allzu menschlichen Situationen antrifft. Nachdem kurz zuvor sein Motorrad explodiert war, traf man Bürgermeister Ganloso später noch im Diner. Er hatte dort mit der Polizistin Beerbaum gesessen, um den Schock des Tages zu verarbeiten, oder sollte man sagen, zu ertränken?

Nachdem man zunächst einfach nett beisammen gesessen hatte, sich über die Ereignisse des Tages und über Gott und die Welt unterhalten hatte, ließ es Ganloso dann richtig krachen. Der Whiskey wurde nicht mehr aus dem Glas genossen, sondern aus der Flasche in sich hineingeschüttet. Die Worte kamen nur noch schleppend aus seinem schwerfälligen Mund und waren vom Whiskey verwaschen. Das Auffälligste jedoch war, dass - nachdem die Inhaberin des Diners Shadow die Gäste aufgefordert hatte das Lokal zu verlassen, um abschließen zu können, und Ganloso damit möglicherweise vor Schlimmerem bewahrt hatte - er das Diner noch aufrecht gehend verlassen konnte. 

Nun sollte man den Vorfall nicht überbewerten, und möglicherweise macht es ja den Bürgermeister gerade sympathisch, wenn er sich einmal von allzu menschlichem verführen lässt. Verbuchen wir den Vorfall einfach unter "nette Anekdoten des Alltags" in einer Stadt, wo das Chaos herrscht.   





IN EIGENER SACHE

B News - Das erfahrene Reporterteam um die Chefredakteurin Meike Viper bringt mit >>B<< NEWS bereits das zweite regelmässig erscheinende News-Magazin heraus. Um die Arbeit bewältigen zu können, sind wir auf jede Form der Mithilfe durch die Bevölkerung angewiesen. An Interviews mit interesanten Persönlichkeiten, gleich welcher Art, sind wir immer interessiert. Auch Berichte über interessante Ereignisse greifen wir sehr gerne auf.


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Persönlich können Sie uns sicher beim nächsten gesellschaftlichen Großereignis kennenlernen. Am kommenden Freitag bei der Eröffnung des Cotton Clubs.

Bedenken Sie bitte:

NUR GERÜCHTE DIE SIE SELBST STREUEN, KÖNNEN SIE STEUERN!
Wie schnell ist durch eine unbedachte Äusserung oder ein Missverständnis eine Unwahrheit in der Öffentlichkeit, die man niemals wollte.  




KOSTENLOSE KLEINANZEIGEN:

Haben sie eine kostenlose Kleinanzeigen aufzugeben? Nutzen Sie jederzeit unser Redaktionstelefon, oder kontaktieren Sie uns per Email.  


- Unser ehrenwerter Bürgermeister Ganloso sucht noch anständige durchtrainierte Männer, die ihm seinen Schutz sichern, sprich: Er sucht neue Bodyguards/Leibwächter.
Bewerbungen hierfür sind bitte direkt an Marlon Ganloso zu richten.


- Die Stadtverwaltung sucht einen Arzt. Neben der Behandlung kleinerer und grösserer Wehwehchen, sind Sie insbesondere für die vorgeschriebenen Gesundheitschecks, der Mitarbeiter/innen des öffentlichen Dienstleistungsgewerbes zuständig. 




Ein bisschen >>B<< schadet nie.